PM ASTA: Das IvI muss erhalten bleiben! – AStA erneuert scharfe Kritik am Verhalten der Uni-Leitung

07.03.2012: Wie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vom 6. März zu entnehmen ist, soll der Kettenhofweg 130 im Sommer in das Eigentum der Franconofurt AG übergehen. Aktuell befindet sich dort das Institut für vergleichende Irrelevanz (IvI), ein seit 2003 von Studierenden und weiteren Akteuren besetztes und für wissenschaftliche Theoriearbeit und diverse Kulturprojekte genutztes Haus.

„Das Präsidium der Universität ist nicht gewillt in der Angelegenheit offen mit seinen Studierenden und den Aktiven im IvI zu kommunizieren. Es ist unglaublich, dass wir aus der Presse erfahren mussten, an wen das Haus verkauft wird“, ärgert sich Maximilian Pichl, AStA-Referent für Studienbedingungen. „Die undemokratische Politik des Präsidiums um Werner Müller-Esterl geht damit in eine neue Runde: Etliche Male baten wir zuletzt um Informationen, es wurde sich dumm gestellt.“

„Perfide wird der Verkauf und die geplante Umnutzung des Gebäudes gerechtfertigt. Die Leitung der Universität argumentiert mit den notwendigen Einnahmen zugunsten der Bauten auf einem neuen Campus, zeitgleich wird der endgültige Kaufpreis des von der Universitätsleitung ungeliebten Objektes nicht veröffentlicht. Die in Verruf geratene Franconofurt AG erwägt angeblich die Einrichtung einer Kindertagesstätte, womöglich um gleich nach dem IvI die Untauglichkeit der Räumlichkeit zu erklären“, bewertet David Malcharczyk, Referent für Politische Bildung, die Lage. „Es wirkt, als ob es sich um ein abgekartetes Spiel und koordiniertes Marketing zwischen Uni- Präsidium und dem Investor handelt. Ein öffentliches Gebäude wurde veräußert, ohne zumindest zuvor den NutzerInnen einen Vermittlungsvorschlag oder auch ein Kaufangebot zu unterbreiten. Es ist für Spekulationsgeschäfte feilgeboten worden, kaum in einer gesellschaftlich relevanten Absicht.“

„Wer das neue Studierendenhaus am Campus IG Farben im Westend als Ausweichort des IvI ins Gespräch bringt, beweist nur Unkenntnis über die Situation“, erläutert Florian Muhs, Referent für Studienbedingungen: „Die Räume des Studierendenhauses, dessen Spatenstich noch fern ist, sind schon jetzt verplant. Zudem ist es – wie der Name schon sagt – primär Studierenden vorbehalten und ermöglicht eine funktionierende studentische Selbstverwaltung. Das IvI hingegen ist ein Ort des umfassenden Zusammenlebens von Studierenden wie auch Anderen mit Engagement und Sorge um Kritisches Denken. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass das IvI im Kettenhofweg 130 besteht: Kritisches Denken braucht Zeit und Raum!“

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