Gruppe „Emanzipation der Kunst“

Wir, Studierende der HfG, der Städelschule und der Universität Frankfurt, organisieren eine Tagung in Form von Vorträgen, Diskussionsrunden, Workshopangeboten und Kunst-Performances mit dem Titel “Kunst-Erkenntnis-Problem – Möglichkeiten emanzipatorischer Kunst heute“ , die im Juni
2012 angesetzt ist. Es soll darum gehen, eine gesellschaftskritische, emanzipatorische ästhetische Theorie einerseits, eine so ausgerichtete künstlerische Praxis andererseits in einen produktiven Dialog miteinander treten zu lassen, um das Verhältnis einer progressiven politischen Praxis zu dem Bereich der Kunst bezogen auf unsere aktuelle  gesellschaftliche Situation neu auszuloten. Angefragt werden sollen dazu Künstler_innen- und Kunsttheoretiker_innen-Gruppen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum sowie auch außer- und innerakademische Wissenschaftler_innen und
Künstler_innen möglichst vielfältiger Provenienz (Film, Theater, bildende Künste, Tanz, Literatur, Musik etc.).
Es ist uns dabei ein Anliegen das IVI (- Institut für  Vergleichende Irrelevanz -), Kettenhofweg 130 als Veranstaltungsort nutzen zu können. Dem IVI ist es in seiner Vergangenheit eigen geblieben, dass es in vieler Hinsicht barrierefrei kulturschaffend ist. Hier haben bereits ähnliche Themenfelder, wie das unseren Interesses nicht nur bei Studierenden der Frankfurter und Offenbacher Hochschulen
in der Vergangenheit Aufmerksamkeit bzw. Wille zur Auseinandersetzung gefunden. Regelmäßig wird das IVI von Menschen aus weit gefassten Bildungs- oder Gesellschaftsschichten besucht und mitgestaltet. Gerade eine solch heterogene Beteiligung wäre im Falle unserer Tagung wichtig, um gesellschaftliche Bedingungen von Kunst und Politik diskursiv zu reflektieren. Das Verhältnis von Kunst und Politik muss auf vielen Ebenen analysiert werden. Das muss neben den hochkulturellen Praxis- und Theoriebildungen anderer Institutionen und ihren Publikums, wie sie in Frankfurt
am Main verhältnismäßig dominant vertreten sind, auch geschehen können.
Infrastrukturell gesehen bietet das Gebäude des IVI viele wichtige Voraussetzungen für ein lebendiges, kommunikatives Kulturzentrum. Die Wirtschaftlichkeit des Gebäudes beschränkt sich auf den Selbsterhalt, die Arbeit daran geschieht auf Freiwilligenbasis. Es ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln
gut zugänglich. Die räumlichen Voraussetzungen wie eine Bühne, Hörsaale, Schlafräume, Küche, Bäder und Seminarräume machen es möglich, die unterschiedlichsten Veranstaltungsformen zu realisieren.
Im Laufe unserer eigenen Vorbereitung auf die Tagung haben wir beispielsweise auch seit September letzten Jahres einen regelmäßigen Lese- und Diskussionskreis veranstaltet. Dabei wurden Fragestellungen und das Tagungsprogramm, wie auch mögliche Referierende oder Künstler_innen, die einzuladen wären, aber auch Klassiker einer politischen Ästhetik (u. a. progressiv: Brecht, reaktionär- faschistisch: Heidegger), gemeinsam erkundet. Ohne das IVI wäre eine solch intensive Auseinandersetzung als auch Umsetzung so nicht möglich.

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