AStA der Uni Kassel

IvI muss bleiben

Der AStA-Kassel solidarisiert sich mit den von der Räumung des Institut für vergleichende Irrelevanz akut bedrohten Menschen. Wir rufen dazu auf, sich im Vorfeld mit den betroffenen Menschen solidarisch zu zeigen und am Tag nach der Räumung (im weiteren Tag X + 1) an der Demonstration (18h ab Frankfurt HBF) zu beteiligen!

Nachdem das Gebäude, in dem sich das linke, selbstorganisierte „Institut für vergleichende Irrelevanz Frankfurt“ (kurz IvI) befindet, vor gut einem Jahr an die Immobilienfirma Franconofurt verkauft wurde, überschlagen sich die Ereignisse: Inzwischen hat Franconofurt vor Gericht einen Räumungstitel erwirken können und das IvI in juristisch höchst umstrittener Art und Weise in eine GbR umwandeln lassen, was die Zustellung des Räumungstitels erst möglich macht. Das IvI stellt in Frankfurt einen der wenigen Räume dar, in dem selbstbestimmtes, selbstorganisiertes und freies Lernen und die Auseinandersetzung mit kritischer Wissenschaft überhaupt noch möglich ist. Die bevorstehende Räumung stellt eine akute Bedrohung für diesen Freiraum dar, ganz davon abgesehen, dass im IvI auch Menschen leben, die nun von Wohnungslosigkeit bedroht sind.

Im Zuge der drohenden Räumung des IvI finden in Frankfurt gerade täglich neue Besetzungen statt, um aktiv neue Freiräume zu erschließen und leerstehende Gebäude sinnvoll zu nutzen. Im Zuge dessen wurde vor wenigen Tagen auch das ehemalige Sigmund-Freud-Institut besetzt und vom Institutsleiter Rolf Haubl auch geduldet. Nach wenigen Stunden schaltete sich aber allem Anschein nach das Innenministerium von Hessen ein, auf dessen Weisung das Gebäude dann geräumt wurde.

„Das sich ganz offensichtlich der Innenminister von Hessen, Herr Reihn, in diese Angelegenheit einmischt, zeigt deutlich, dass Orte, an denen wirkliche Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen geübt wird, politisch nicht gewollt sind.“ so Jonas Eickholl, Referat für Hochschulpolitik im AStA der Universität Kassel. „Dieses Vorgehen erinnert stark an das, was Herbert Marcuse als ‘Repressive Toleranz’ beschreibt.“ So Jonas Eickholl weiter. „Solange nur diskutiert wird, wird dies von staatlicher Seite toleriert. Wird aber dazu übergegangen wirkliche Kritik zu üben und Handlungsperspektiven aufzuzeigen oder zu leben, schicken sie die Polizei.“

Der AStA Kassel solidarisiert sich mit den Menschen die im IvI leben, lernen, forschen, feiern und sich austauschen. Wir fordern die Immobilienfirma Franconofurt auf, ihre Besitzansprüche an dem IvI-Gebäude sofort aufzugeben. Wir rufen dazu auf: Solidarisiert euch mit den betroffenen Menschen, unterstützt die Menschen vor Ort in den kommenden Tagen und Wochen und besonders am Tag der Räumung. Und kommt zur Tag X + 1 Demo um 18h am Frankfurter HBF/Kaisersack!

Linke Freiräume erhalten! In Kassel, Frankfurt und überall!

Mehr Infos: ivi.copyriot.com

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